Naa.. ? Wie waren die Ferien?
Dolce vita in Italien am Strand.
Herrlich war´s! Wir haben geschnorchelt, sind von hohen Felsen ins Meer gehüpft, haben die anderen Urlauber mit unseren Flachwasser-Beachtennis-Turnieren strapaziert und uns Seeschlachten auf dem SUP geliefert. Und wir haben ganz viel Nichts gemacht. Einfach mal nichts.
Ein paar Sonnenschirme weiter saß ein Junge auf seinem Handtuch. Er hatte sein Mathebuch auf dem Schoß. Er blickt kurz hinein, dann hob er gleich wieder den Kopf und sah den anderen Kindern beim Spielen zu. Traurig sah er aus. Und so gar nicht nach Ferien. Seine Eltern waren kompromisslos: „Hättest Du im letzten Schuljahr mehr gelernt, müsstest Du jetzt nicht so viel nachholen.“
Ich kann die Eltern zwar verstehen, bin aber der Meinung, ihre Intervention unter dem Sonnenschirm bringt dem Sohn nichts.
Nur Frust. Aber sicher keine weiteren Mathe-Kenntnisse. Urlaub ist zum Abschalten und Erholen da. Sonst nichts.
Besser:
1) Nachfragen und verstehen, warum ihr Sohn im vergangenen Schuljahr nicht so bei der Sache war.
2) Würdigen und wertschätzen, dass er viele andere Dinge in diesem so schwierigen Jahr richtig gut gemacht hat.
3) Ihm einfach mal Urlaub und Nichtstun und Spaß gönnen, aus vollem Herzen.
4) Mit ihm konkret verabreden, was er im neuen Schuljahr besser macht. Mit Sicherheit hat er selbst schon viele gute Ideen.
5) In der letzten Ferienwoche anfangen, wieder in Richtung Schule zu denken.
Das gibt Kraft und ein Stück erlebte Selbstwirksamkeit. Und das gute Gefühl, wirkliche Unterstützung von Seiten der Eltern zu erfahren.