Lernen ist wie eine Pflanze …
Ich habe in meinem Garten ein Hochbeet.
Jedes Frühjahr freue ich mich darauf, es mit Samen und Pflanzen zu befüllen.
Schon im Februar ziehe ich aus Tomaten- und Zucchinisamen Pflänzchen vor, die ich dann nach den Eisheiligen umsetze ins Freie. Diese erste Zeit ist mühsam. Da stehen unendlich viele Töpfchen mit Erde drin in meinem Wohnzimmer und ich sehe noch kein Grün. Und dennoch muss ich sie jeden Tag mehrfach vorsichtig besprühen, damit der Samen aufgeht. Bis ich Tomaten und Zucchini ernten kann, vergeht sehr viel Zeit. Aber ich freue mich unglaublich darauf.
Was hat das jetzt mit dem Lernen zu tun?
Ganz einfach: Alles, was ihr lernt, verhält sich wie eine Pflanze. Es braucht viel Zeit, Geduld und Pflege von eurer Seite, damit aus dem Samen eine stattliche Pflanze mit Früchten wird. Wenn ihr ein neues Thema in der Schule durchnehmt und der Lehrer zum ersten Mal davon erzählt, dann ist das der Same, der gesetzt wird.
Wenn ihr euch den Stoff zuhause noch einmal anschaut, vielleicht dazu etwas googelt und ein bisschen mehr darüber nachlest, dann guckt schon ein kleines Blättchen aus der Erde und streckt sich ins Licht.
Jetzt nehmt ihr euch Übungsaufgaben dazu vor, ihr trainiert das Gelernte, um es noch besser zu beherrschen. Und schon seht ihr ein Pflänzchen, das die ersten Blüten treibt.
Und wenn ihr jetzt noch eine Arbeit darüber schreibt, ein Referat dazu haltet oder in der Lage seid, den Stoff euren Mitschülern so zu erklären, dass sie ihn wirklich verstehen, dann habt ihr einen stabilen Baum geschaffen. Der ist tief verwurzelt und ihn haut so schnell nichts um.
Bleibt nicht beim zarten Pflänzchen stehen, lasst Bäume wachsen!!!